7 neue Irrtümer über das Bloggen

und wie du nicht länger auf sie hereinfällst.

In der Expertenwelt rumort es gewaltig. Immer mehr Netzgurus, sie nennen sich gern auch Coaches, erklären dir, wie du in nur drei Monaten ein profitables Online-Business aufbaust – und sechsstellige Umsatzzahlen generierst. Nice. Aber leider ein Irrtum. Einer von vielen.

Halten auch dich falsche Informationen davon ab, deinen Blog zu launchen? Hast du deinen Plan, dir ein Online-Business aufzubauen, noch nicht umgesetzt, weil du irgendwo auf die neuen Irrtümer reingefallen bist?

7 neue Irrtümer über das Bloggen

Hör nicht auf die Stimmen in den kilometerlangen Kommentarspalten in den (sozialen) Medien. Sie bringen ihre kuriosen Meinungen in Umlauf, die sich dann ungefiltert zu Fehlschlüssen und falschen Informationen verfestigen. Denn oftmals sieht die Wahrheit ganz anders aus. Du musst sie nur kennen! Hier erfährst Du, wie es wirklich um das Bloggen steht.

 

„Du brauchst eine einzigartige Nische!“

Diese Aussage, die gebetsmühlenartig in einem großen Teil des Internets gepredigt wird, sorgt vielleicht dafür, dass Du gar nicht erst beginnst. Du zerbrichst Dir nämlich seit geraumer Zeit den Kopf, wie du deine Idee in eine Nische presst.

Was Du vielmehr brauchst, ist eine Mission. Denn eine Mission ist viel stärker als eine Nische: Sie basiert 1. auf deiner persönlichen Entwicklung, auf deinen Fähigkeiten, deinem Wissen und deiner Leidenschaft und 2. hilft sie deinem Leser, sein Ziel zu erreichen.

Der Boost für deine Website

Hol dir hier tolle Technik-Tipps, Inspiration für deinen Content und Freebies, die dir wirklich weiterhelfen.

Mit dem Absenden des Formulars stimmst du der Speicherung deiner Daten zu.
Hinweise zum Newsletter-Abo findest Du im Datenschutz.

Deine Mission stellt nämlich deinen Leser in den Mittelpunkt. Dein Leser ist der Held, um den sich alles dreht. Du bist diejenige, die ihm hilft, sein Problem zu lösen, die ihn inspiriert, neue Sichtweisen zu erlangen, sein Leben zu verändern.

Also: Hör auf, Dir krampfhaft eine Nische zu suchen. Stelle vielmehr deine Mission dar und leg los!

Neue Irrtümer erklären Blogs für tot.

„Bloggen ist teuer!“

Natürlich. Wenn du das größte MacBook, die teuerste Nikon, fünfzig zusätzliche Apps brauchst, um deinen Content zu produzieren. All diese Dinge brauchst du nicht.

Was du lediglich brauchst ist eine auf deinen Namen registrierte Domain und einen guten Webhoster. Worauf du achten musst, erfährst Du im Artikel „So findest Du einen guten Webhoster für Deine Webseite“.

Wichtig ist ein Textprogramm, in dem du deine Beiträge schreibst und korrigierst. Wenn du kein Word besitzt, sind OpenOffice oder LibreOffice die kostenlose Alternative. Du brauchst außerdem ein Programm zur Bearbeitung deiner Fotos. Photoshop gibt es im Abo für 11,89 € im Monat. Aber auch hier kannst Du auf kostenlose Programme setzen. Hier kann ich dir gimp empfehlen.

Tolle Fotos kannst du heute schon mit dem Smartphone aufnehmen. Oder du nutzt die kostenlosen Stockfotos auf unsplash.com oder pexels.com. Hier bekommst du die Bilder lizenzfrei: Achte auf den Zusatz „Creative Commons Lizenz“, denn nur diese Fotos darfst du auch in Social Media nutzen.

WordPress ist kostenlos. Auch die wichtigsten Plugins kosten dich keinen Cent. Ebenso dein Theme, denn am Anfang brauchst du definitiv kein schwergewichtiges Theme mit überflüssigen Features, die oftmals hohe Folgekosten mit sich bringen.

Mit 30,- € im Jahr kostet Dein Blog zu Beginn so viel wie eine richtig gute Flasche Wein. Wenn Du wächst und dein Blog zum Business wird, wirst du sicher mehr investieren. Aber das müsstest du in jedem anderen Business auch.

Mit Slow Blogging zu besserem Content

„Bloggen kostet sehr viel Zeit!“

Nein. Das war früher, in den Anfängen der Blogs vielleicht so, als man als Blogger mindestens einen Beitrag pro Tag veröffentlicht hat. Heute wäre jeder Leser von so einer Content-Flut völlig überfordert.

Heute lautet die Devise: Weniger ist mehr. Schreibe besser einmal pro Woche einen langen und sehr guten Beitrag, als alle zwei oder drei Tage viele weniger gute. Slow Blogging ist das Stichwort sowohl für Hobby-Bloggerinnen als auch für Online-Unternehmerinnen.

Wenn dein Blog allerdings dein Business werden soll, solltest du dir überlegen, was dir sehr guter Content Wert ist.

Am Anfang, wenn du noch keine Schreibroutine entwickelt hast, wirst du für einen sehr guten Beitrag mit Sicherheit länger brauchen. Plane auf jeden Fall eine umfassende Korrektur deines Beitrages vor der Veröffentlichung ein.

Schreibe täglich, denn das ist das beste Training. Je mehr du schreibst, desto schneller wirst du auch sehr lange Beiträge erstellen können.

Wenn dein Blog dann wächst und wächst und du sehr sehr viele Leser betreust und ihre Kommentare beantwortest, Anfragen für Kooperationen erhältst, Gastbeiträge auf anderen Blogs verfasst, wirst du neben dem reinen Schreiben viel Zeit für das Management deines Blogs aufwenden müssen. Aber hey, das ist dein Business!

Meiner Meinung nach ist das Bloggen an sich nicht der Zeitfresser, sondern Social Media. Prüfe selbst einmal, wie viele Stunden Du pro Woche auf Facebook, Instragram & Co, verbringst. Blocke dir feste Zeiten für das Posten auf deinen Kanälen – und verliere dich nicht beim stundenlangen Scrollen durch deine Timeline.

„Wenn du erst in Deinen Schreibflow kommst, dann werden Deine Texte umwerfend!“

Klingt, als müsste man nur eine Pille einwerfen! Doch so einfach ist es nicht. Schreiben ist harte Arbeit und es gibt Tage, da gelingt einem kein einziger Satz. Dann ist es Zeit für einen Tapetenwechsel.

Gehe spazieren oder joggen, ein Museumsbesuch wirkt anregend und inspirierend. Auch Fenster putzen oder Hemden bügeln kann dafür sorgen, dass Dein Kopf frei wird.

Wenn du an deinen Arbeitsplatz zurückkehrst, konzentriere dich voll und ganz auf dein Thema. Schalte alles aus, was Dich stören und ablenken könnte – vor allem dein Smartphone.

Der Flow allein wird dich aber kaum weiterbringen. Du brauchst vielmehr eine Schreibroutine, dann kann der Flow auch gerne bleiben, wo der Pfeffer wächst!

Beginne deinen Beitrag nicht mit dem ersten Satz: Dieser ist meist der schwierigste. Fange einfach mittendrin an. Schreibe alles, was dir zu deinem gewählten Thema einfällt, in einem Rutsch herunter.

Dann strukturierst du deinen Text – vom Allgemeinen zum Speziellen – und setzt starke Zwischenüberschriften. Titel und Teaser schreibst du sowieso erst ganz am Schluss.

Mindestens genauso wichtig wie das Schreiben deines Beitrags ist seine Korrektur. Und hier hast du eine neue Chance, krumme Formulierung durch brillante Sätze zu ersetzen.

Am besten gelingt das, wenn du deinen Artikel eine Nacht ruhen lässt. Ein Satz oder ein ganzer Abschnitt, der dich am Vortag noch in den Wahnsinn getrieben hat, fließt dir mit etwas Abstand viel leichter aus dem Kopf. Probiere es einmal aus!

„Du musst für Google schreiben, dann kommen die Leser von ganz allein!“

SEO-Jünger verbreiten dieses Mantra und viel zu viele Blogger schreiben für Suchmaschinen. Du aber willst deinen Leser begeistern, willst ihm helfen, ihn inspirieren, zum Lachen bringen oder zum Weinen, sein Leben verändern. Mit einem SEO-optimierten Beitrag gelingt das nur bedingt.

In erster Linie schreibst du natürlich für deine Zielgruppe. Und weil Du weißt, worauf es ankommt, machst Du SEO so ganz nebenbei:

  • Dein Thema wird im Titel genannt.
  • Dein zentrales Schlüsselwort (= Keyword) kommt im ersten Absatz Deines Beitrags vor.
  • Du schreibst verständliche Sätze in sehr gutem Deutsch.
  • Du machst Absätze und platzierst Zwischenüberschriften.
  • Deine Sätze beginnen unterschiedlich und sind nicht ultralang und völlig verschachtelt.
  • Du verwendest (nichtssagende) Füllwörter nicht über allen Maßen.

„Du musst OMNIpräsent sein!“

Was willst du sein: Influencerin oder Bloggerin? Als Bloggerin stehst nicht du im Mittelpunkt, sondern dein Leser. Um eine Community aufzubauen, musst du eine gesunde Balance zwischen Selbstdarstellung und Inhalt finden.

Wenn es ans Verkaufen geht, rückst du als Person deinen Content in den Fokus und trittst als Personenmarke auf.

Wie präsent du sein möchtest, entscheidest du selbst. Bleibe smart, bleibe dir treu und verbiege dich nicht.

Außer du bist eine echte Rampensau. Dann nimm doch deine Leser in deinen Instastorys mit – vom Aufstehen bis zur Schlafenszeit!

 

„Du kannst dir in drei Monaten ein profitables Blog-Business aufbauen!“

Nein. Bloggen ist kein kurzer Sprint, Bloggen ist ein Marathon. Und diesen musst Du über eine lange Distanz laufen – wenn du langfristigen Erfolg suchst, brauchst du Ausdauer, Durchhaltevermögen und echten Biss.

 

„Blogger führen ein einsames Lotterleben!“

Blogger sind durch und durch soziale Wesen. Durch den Austausch mit anderen, durch einmalige Erlebnisse, auf Reisen, Städtetrips oder Familienausflügen bekommt auch der Blogger seine Inspiration.

Es kann schon einmal vorkommen, dass man bis mittags im Pyjama vor dem PC oder Laptop hängt. Aber dann hat man schon -zig Anfragen beantwortet, Kommentare moderiert, Social Media-Posts vorbereitet oder einen genialen Beitrag korrigiert, bebildert und veröffentlicht.

Dieser Irrtum wird übrigens gerne auf alle im Home-Office beschäftigte Menschen angewendet.

Ein Blog-Irrtum setzt nur auf Social Media.

„Blogs sind tot. Für deinen Online-Erfolg brauchst Du nur Social Media!“

Diese Aussage war einer der Gründe, warum ich diesen Blog gestartet habe. Als Bloggerin der ersten Stunde und Social Media-Abhängige bekam ich bei dieser Aussage vor lauter Kopfschütteln eine böse Migräne.

Aber sogenannte Experten verkaufen diesen Bullshit: Dass eine Facebook-Anzeige für den großen Business-Erfolg ausreicht, als die genialste Strategie des Jahres – und sie kassieren jede Menge Kohle für ihre Weisheiten.

Für den Aufbau eines langfristig erfolgreichen Online-Unternehmens brauchst Du natürlich einen Blog. Denn mit deinen Blogbeiträgen positionierst du dich bei deiner Zielgruppe als Expertin. Auf diese Weise lernen dich deine Leser kennen, verschiedene Facetten deiner Person. Sie vertrauen dir, dir als Marke und deinem Angebot, deinen Produkten.

Fakt ist: In Social Media, so sehr ich die Kanäle selbst liebe, bist du eine von Millionen. Du bist immer abhängig vom Algorithmus und wenn sich dieser gegen dich stellt, hast du keine Chance, gesehen zu werden, geschweige denn, dein Produkt zu verkaufen. Wenn du – aus welchem Grund auch immer – auf einem Kanal gesperrt wirst, bist du weg vom Fenster.

Auf deinem Blog bist du die Chefin und hast das Sagen. Du bestimmst die Reihenfolge Deiner Beiträge, die Position deiner Buttons, das Design deines Newsletterformulars.

Ein Blog ist das genialste Instrument für dein Online-Marketing.

 

Welcher Irrtum hält Dich davon ab, Dein Blog-Business zu starten?

Schreibe einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren:

Menü schließen

Baue deine Website mit Plan auf!

Abonniere meinen Newsletter mit wöchentlichen Tipps zu Website
und Content und ich schenke dir den
3 PHASEN PLAN für dein Online-Wachstum.

*Details zum Newsletterversand findest Du in der Datenschutzerklärung.

Heller Arbeitsplatz im Home Office mit MacBook, Tulpen und einem Glas Orangensaft